August 2009 - Königskerze, Beifuß oder Rohrkolben?

War es der keltische Sonnengott Lug, der mit der Göttin Erde Hochzeit hielt oder die Mutter Gottes, die uns nach ihrer Himmelfahrt einen herrlich überwältigenden Duft von Kräutern im Grab zurückließ?

Die Frage nach dem Ursprung des Kräuterbuschens als belebte Tradition zu Maria Himmelfahrt am 15. August werden wir kaum allumfassend beantworten können. Trotzdem soll uns dieser zeitgemäße Brauch faszinieren und inspirieren!

Machen Sie sich jetzt auf die Suche nach Ihren persönlichen Kräutern. Wo führt Sie Ihr Spazierung hin? Zum wildwachsenden Wasserdost, Johanniskraut, Spargelkraut, Rainfarn und Bibernelle? Oder in den Garten zu Sonnenblume, Petersilie und Rose?

 

Was auf jeden Fall nicht fehlen sollte bei der Zusammenstellung Ihres Kräuterbuschens sind heimische Getreidearten und eine gute persönliche innere Haltung. Die Variationen des Kräuterbuschens oder eines Würzwisch sind v.a. in Bayern so vielfältig wie die Menschen selbst. Nur eines ist fast immer gleich: Die Mitte! Nur der Königskerze, dem Beifuß und dem breitblättrigen Rohrkolben steht dieser Ehrenplatz zu!

Durch das Ritual des Bindens in gemeinschaftlicher Runde verstärken Sie Ihr positives Verhältnis zur Natur und Schöpfung."

Ein Spruch dazu von Brigitte Obermeier:

Sieben Kräuter sollst Du finden.
Sieben Kräuter am Wegesrand.
Sieben Kräuter sollst Du binden.
Zum Wohlbefinden freier Wahl.

Geh damit zur Weihe
an Maria Himmelfahrt,
für Wohnung und fürs Freie.
Fürbitten an Zukunft und Gegenwart.

Frohes Binden und einen schönen Sommer!

Eingestellt: August 2009