April 2015 - Ostergrüße

Kräutergrüne Ostergrüße an alle interessierten Leser und die Mitglieder unserer Unkräuterschule

Die Vorstandschaft

 

Eine kleine Samenschleuder die unsere Gärten eroberte

ist das Behaarte Schaumkraut oder Gartenschaumkraut (Cardamine hirsuta). Bis zu 1,40 m reicht die "Schussweite" dieses Zwerges – eine beachtliche Leistung!

Fast jeder kennt diese Pflanze, um die es hier geht, aber kaum einer weiß wie sie heißt. Nicht in jedem Gartenkräuterbuch ist sie zu finden und doch erobert sie weites Terrain in rasendem Tempo.

Die eigentliche Heimat des Behaarten Schaumkrautes sind Dünentälchen an der Küste. Zwischen 1970 und 1980 tauchte es als Seltenheit erstmals auf und wie es seinen Siegeszug in unsere Gärten antrat ist eine Geschichte für sich!

Mit Feldsalat noch aus dem Herbst und dem ersten Löwenzahn ist das wüchsige Kraut ein willkommener Vitaminspender in der zeitigen Frühjahrsküche. Noch bevor Bärlauch und Scharbockskraut aus dem Boden spitzen zieren das Kraut oft schon winzige weiße Blüten.

Als Mitglied der Pflanzenfamilie der Kreuzblütengewächse ist das Schaumkraut eng verwandt mit dem Wiesenschaumkraut, das später feuchtere Senken und Wiesen mit einem lila-weißen Schleier überzieht.

Zur Verwandtschaft gehören unter zahlreichen anderen auch Gartengemüse und bekannte Kräuter wie Rettich, Radieschen, Meerrettich, Rucola, Gartenkresse wie auch Brunnenkresse und Knoblauchsrauke. Allen gemein ist ein Inhaltsstoff der die pikante Schärfe in aller Munde bringt: genannt "Senfölglykoside"

Wer die Pflanze zur Samenreife jätet, trägt mehr zu ihrer Verbreitung denn zum Gegenteil bei, aber das sollte mit dem Wissen um deren vitalisierende Inhaltsstoffe nun direkt Freude bereiten.
Guten Appetit!



Eingestellt: 01. April 2015
Text und Fotos: Angela Marmor www.lustaufunkraut.de