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April 2020

Ein „Stern von Bethlehem“ mitten im Frühjahr?! - Oder warum der Dolden-Milchstern auch „Trost­blume“ heißt!

Schon entdeckt beim Spazierengehen?
Bestimmt, wo wir doch jetzt alle eine völlig andere Natur wahrnehmen, behaupten die Medien: Klarer Himmel, sauberere Luft, frischeres Grün! Corona macht diese (Ein)Bildung möglich!?

Augen auf, dann findet ihr nur jetzt in diesen Wochen den Dolden-Milchstern (Ornithogalum umbellatum), an Dämmen von Donau und Isar, auf lehmigen, nährstoff­reichen Ruderalflächen und Parkrasen. Die Botanik kennt bis zu fünf verschiedene Arten, die alle zur Familie der Spargelgewächse gehören. Für die Kulinarik ist der Dolden-Milchstern allerdings gar nicht geeignet. Enthalten vor allem die Zwiebeln giftige Herz­glycoside, die dem Dolden-Milch­stern den warnenden Spitznamen „Gärtnertod“ einbrachten!

Perigon nennt sich der marmorweiße, edle, strahlende Blütenhüllstern vornehm! Weil es eben keine Unterteilung in Blütenblätter und Kelch gibt. Ein bissl Botanik, ja das ist das Rückgrat von uns Kräuterpädagogen der In­teressengemeinschaft Niederbayern/Ober­pfalz! Im lateinischen Namen steckt eine schöne Assoziation: griech. Ornis = Vogel und gala = Milch, wegen der Blütenfarbe. Gemeint ist mit Vogelmilch das Hühnereiweiß.

Ich hab es neulich erfahren: Wenn diese weißen Sterne da so gut im frischen Frühlings­grün leuchten, das rührt mich und es macht das Herz auf. Es frischt auf und es ist tröst­lich in diesen trögen Coronatagen, wo wir auf so viel Gewohntes und verzichten und das Dis­tanzhalten zum Leitbild wird. Da schenkt der Dolden-Milchstern Mut, gibt der Seele wieder Farbe und unterstützt das Verarbeiten schockierender Momente. Passt gut in diese Zeit! Und wie geht das? Als Bachblüte Nr. 29 heißt diese Blüte „Star of Beth­le­hem“, zu finden in den Bachblüten-Rescue-Tropfen.

Nachdenken, Sensibel sein und Augen auf! Heißt es doch, dass immer in unserer Nähe die Wildpflanzen wachsen, die wir Menschen gerade brauchen. Da kommt doch der Dol­den-Milchstern alias „Star of Bethle­hem“ bzw. „Trostblume“ wie gerufen! Und plötzlich ist Corona ganz weit weg!
Habt ihr den Stern schon gefunden?!

Gute Tage und wohltuende Naturgänge wünschen Euch

Das Vorstandsteam der Interessen­gemein­schaft Kräuterpädagogen Niederbayern/Ober­pfalz

Aktuelles - April 2020
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Eingestellt: 20. April 2020
Text & Fotos: Hansjörg Hauser

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