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Mai 2021

„Golddukaten am Tag des Löwenzahn!“

Heute ist der internationale Tag des Löwenzahn! Diese Pflanze hat es verdient!

Doch im Kalender der kuriosen Feiertage hat der Löwenzahn am 5. April einen ei­ge­nen Ge­denktag. Aber weil in diesem Jahr in der Natur alles ein wenig später dran ist, feiern wir die­sen unglaublichen Tag an Pfingsten 2021!

Über den Ursprung des Löwenzahntag ist we­nig bekannt. Umso bekannter ist die Pflan­ze sel­ber. Jedes Kind kennt und liebt sie als Pus­te­blume und Bastelmaterial.

Ob der Löwenzahn nun eine schöne Blume, ein lästiges Unkraut, ein köstlicher Sa­lat oder eine hilfreiche Heilpflanze ist, das wiederum ist eine Ansichtssache.

Weitere Infos zum Löwenzahn findet ihr bei uns auch unter WISSENSWERTES.

Taraxacum officinale - Löwenzahn

„Rund 40 Falterarten brauchen den Lö­wen­zahn als Futterpflanze. Ver­schie­de­ne Vo­gel­arten ver­füttern die Samen der unreifen Pus­teblumen an ihre Jun­gen. An den Wur­zeln tun sich Kä­fer­lar­ven und Raupen güt­lich“, informiert das Bun­des­amt für Natur­schutz über seinen ho­hen Stel­len­wert als Nahrungs­pflan­ze für Wildtiere.

Die im Löwenzahn reichlich enthaltenen Bit­ter­stoffe wiederum adeln ihn als Heil­kraut vor allem für die Frühjahrskur, nach dem Motto „Was bitter dem Mund, ist dem Magen ge­sund“.

Die Blätter und Knospen als Zutat für Salate, Suppen und Gemüse. Die ausge­zupf­ten Blü­ten für süßen Sirup und Gelee oder als duftige Garnierung vom Salat bis zur Torte.

Getrocknete und pulverisierte Wurzeln und Blätter sind in der überlieferten Volks­heil­kun­de ebenso wie der Presssaft aus der ganzen Pflanze ein bewährtes Mittel zur Stärkung der Verdauungsorgane und munden als köstlicher Kaffee!

Hermann Löns, der alte Heidedicht, war rund­um angetan von der Schönheit des Löwen­zahns. Jetzt wird klar, warum es den Inter­na­tio­nalen Tag des Löwenzahn gibt!

Die allerschönste Blume

"Stände sie nicht am Wege und blüh­te sie nicht an der Straße, wü­chse sie in fernen Ländern, wir hielten sie wohl hoch, fänden Worte des Lobes für die vor­neh­me Form ihres Blattes, bewun­der­ten das tiefe Dukatengold ihrer Blüten, deren Blättchen sich zu einem lockeren Polster wölben.

Dichter würden sie besingen, Ma­ler sie nachbilden, und die Mär­chenerzähler wüss­ten allerlei von ihr zu melden. Tränen wären es, würden sie schreiben, die die Sonne weinte, als sie so viel Blut und Elend unter sich sah.

Zwergendukaten wären es ge­we­sen, die sich in Blumen umwan­del­ten, als unreine Hände da­nach griffen; zu dieser Deutung hät­te die Blume geführt, die heu­te gold­blond blüht und morgen sil­ber­nes Greisenhaar trägt.

Tausendfach strahlen sie, zahllos leuchten sie, bringen Licht in den Schatten und Wärme in die Küh­le. Winzige Abbilder der Son­ne sind es, ganz aus reinem Golde gemacht, ganz ohne einen dunk­len Fleck.“

Eingestellt: 19. Mai 2021
Text: Angela Eiblmeier
Fotos: Angela Eiblmeier und Hansjörg Hauser

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